Anwendungsmöglichkeiten

Anwendungsmöglichkeiten von Trockeneis

Beispiele:

  • Reinigungsverfahren: Strahlreinigung mit Trockeneis
  • Transportkühlung gekühlter und gefrorener Produkte
  • Catering-Service für Mahlzeiten in Flugzeugen, Zügen, Spitälern
  • Lebensmittelindustrie: Direkte Produktkühlung
  • Chemische Industrie und Laboratorien: Herstellung von Kältebädern, für Kristallisationsprozesse und  zur Wärmeabführung bei chemischen Reaktionen, beim Kaltmahlen
  • Pharmazeutische Industrie: Einhaltung tiefer Transporttemperaturen z.B. Seren, Proben
  • Metallindustrie zur Materialprüfung: Kaltschrumpfen und Härten
  • Allgemeine Industrieanwendungen: Partielle Rohrgefrierung für Revisionszwecke
  • Kunststoffindustrie: zum Entgraten von Gummiformteilen
  • Weinkellerei: Entfernen von Weinstein
  • Landwirtschaftliche Betriebe: Herstellung von Qualitäts-Silage und Schädlingsbekämpfung in Getreidesilos
  • Unterhaltungsindustrie: Nebeleffekte bei Musicals und in Diskotheken

So entsteht Trockeneis

Das gasförmige CO2 wird zunächst unter Druck verflüssigt. Für die Herstellung von Trockeneis wird das flüssige CO2 aus einem isolierten Behälter (bis ca. 22 bar) entnommen. Beim Einströmen des unter Druck stehenden flüssigen CO2 in den drucklosen Apparat dehnt sich das flüssige CO2 sehr schnell aus.Dabei sinkt die Temperatur des flüssigen CO2 schlagartig ab. Das CO2 wechselt in den festen Aggregatzustand. Es ist Schnee mit einer Temperatur von -78,9 °C entstanden. Dieser wird anschließend unter Druck verdichtet und zu Blöcken, Scheiben, Tabletten oder Pellets gepresst.

Trockeneis und seine Eigenschaften

Die Umgebungsbedingungen Druck und Temperatur bestimmen den Aggregatzustand des Kohlendioxids: Gasförmig, flüssig oder fest. Unter atmosphärischen Bedingungen sublimiert Trockeneis. Kohlendioxid gehört zu den wenigen Stoffen, die unter den Temperatur- und Druckbedingungen auf der Erde sowohl im festen, als auch im gasförmigen Zustand existieren.Die Kälteleistung von Trockeneis beträgt bei Erwärmung von -78,5°C (194,65 K) auf 0°C (273,15 K) zirka 640 kJ/kg, dies entspricht etwa der 3-fachen Kühlleistung von herkömmlichem Eis. Der möglicherweise wichtigere Vorteil ist aber, dass nach der Verdampfung «nichts» mehr übrig bleibt, was bei normalem Eis aus Wasser nicht der Fall ist. Bei Wärmezufuhr geht das Trockeneis sofort in den gasförmigen Zustand über.

  

Trockeneis ist ferner:

  • • geruchs- und geschmacksfrei

  • • bakteriostatisch

  • • nicht giftig

  • • nicht brennbar

  • • inert